Unsere Geschichte
Wo liegen die Wurzeln von Bobi?
Vom Bankrückgabekasten zum Briefkasten
Die als Zahlungsumschläge bezeichneten Umschläge erforderten einen Rückgabekasten, damit Kunden ihre Bankgeschäfte ohne unnötige Wartezeiten erledigen konnten. Martti Lehtimäki, tätig als Designer bei einer Werbeagentur, war eine der Personen, die am Design dieses Kastens beteiligt waren. Lehtimäki entwarf einen stilreinen Rückgabekasten aus Stahl für den Eingangsbereich der Bank. Leinolat Oy – ein führender Experte für Blechbearbeitung aus seiner Heimatstadt – erklärte sich bereit, den Kasten herzustellen. Auf diese Weise sollten hervorragende Qualität und effiziente Fertigungskompetenz sichergestellt werden.
Und damit hatte der erste Bobi das Licht der Welt erblickt. Bereits in der allerersten Broschüre wurde Bobi in den Farben der verschiedenen Banken präsentiert. Die Verantwortung für den Vertrieb von Bobi übernahm Marttis Bruder Lasse Lehtimäki, und bald gab es in fast jeder Bank in Finnland einen Rückgabekasten.
Der Poststempel für Bobi
Zur gleichen Zeit, also Anfang der 1990er Jahre, begann man in Finnland Briefkästen in Gruppen aufzustellen. Die nebeneinander aufgestellten Briefkästen machten die Postzustellung wesentlich schneller, da sie nicht mehr in jeden einzelnen Briefkasten geworfen oder an der Tür abgegeben werden musste. Mitarbeiter von Banken begannen zu fragen, ob sie eine Briefkastenversion der Rückgabekästen bekommen könnten. Als sich diese Anfragen wiederholten, schlug Vertriebsleiter Lasse seinem Bruder Martti vor, auch Briefkästen zu entwerfen und herzustellen.
Der Briefkasten sollte stilrein und praktisch sein und den finnischen Wetterbedingungen von Regen bis Frost standhalten. Außerdem war es wichtig, die strengen Vorschriften der finnischen Postbehörde hinsichtlich der Größe des Briefschlitzes und des Briefkastens einzuhalten. Die Funktionalität von Bobi wurde schließlich in der Praxis in der Zentrale der finnischen Post getestet, als ein Telefonbuch in der Größe eines Ziegelsteins durch den Briefschlitz von Bobi geschoben wurde. Das Telefonbuch rutschte in den Briefkasten, und die Entwicklungsarbeit war abgeschlossen, als Bobi von der finnischen Post genehmigt wurde. Als die Briefkästen in Gebrauch genommen wurden, zeigte sich außerdem, dass die abgerundete Form nicht nur hübsch und klassisch, sondern auch hervorragend für skandinavische Verhältnisse geeignet war. Die abgerundete Oberseite des Briefkastens sammelte nämlich weder Wasser noch Schnee, sondern leitete alles effektiv ab. Die Post blieb trocken.
Bobis Reise geht weiter
Ein zeitloses, klassisches und hochwertiges Produkt weckt oft großes Interesse. Aus diesem Grund hat Bobi von Finnland aus seinen Siegeszug in der ganzen Welt angetreten – ob in Europa, in Japan oder in den USA. Unsere Arbeit basiert nach wie vor auf der Idee, dass ein Produkt zu seinem Nutzer passen muss. Deshalb nehmen wir bei der Entwicklung eine Vorreiterrolle ein und stellen in enger Zusammenarbeit mit Partnern und Zustellunternehmen in verschiedenen Ländern Brief- und Paketkästen her, die den modernen Anforderungen an die Zustellung gerecht werden.
Auch in Bezug auf die Eigentumsverhältnisse hat sich für das Unternehmen der Kreis geschlossen. Die Gründer – die Brüder Lehtimäki – wollten sich aus dem Tagesgeschäft zurückziehen und sicherstellen, dass Bobi auch in Zukunft weiterbestehen würde. Bobi.com wurde daher Teil der Leinolat-Gruppe, deren Tochtergesellschaft Leimec von Anfang an die Stahlbriefkästen von Bobi hergestellt hat.